Grünschnabel

Faust im 21. Jahrhundert

 

So ist der "Voerder" Kultursommer - auf ins Grüne mit Musik ...

Termine:
13. Juni 2009 - 19.00 Uhr
Schießsportanlage BSV Möllen, Eingang Friedrichstraße
Berverly Daley und H.G. Laaks Trio

11. Juli 2009 - 19.00 Uhr
Helmut-Pakulat-Park Voerde Mitte
Salsa Picante

15. August 2009 - 19.00 Uhr
Marktplatz in Spellen
Midnighttrain Skiffle-Band

 

So ist der So-mm-er ...

Der Sommer ist ein komisch Ding,
zerlegt man sprachlich ihn in Stücke,
ist vorne „so" und hinten „er" -
und's Doppel-m dient hier als Brücke.

Betrachten wir das Wörtchen noch genauer,
so sind wir an Erkenntnis schlauer,
wenn deutlich wird, was es so treibt
und was vom „Sommer" uns verbleibt.

Die beiden „m's", sie liegen platt
und streichen ihre runden Bögen glatt
im Liegestuhl, recht faul und fett
und freu'n sich über's „Sommerbett".
Denn in der Mitte zwischen „so" und „er",
da stört die beiden gar nichts mehr.

Wenn's „so" jedoch den Regen schickt,
dann reagieren beide sehr geknickt.
Und holt das „er" den Wind noch aus der Tasche,
ist's mit dem Sonnenbaden Asche.

Wenn's „er" zu seinem End' gelangt,
sind auch die „m's" unint'ressant;
das „so" ist dann Vergangenheit
und macht sich für den Herbst bereit.

Jedoch, wenn alle drei sich nun bemühen,
fortan nur gute Laune zu versprühen,
dann sagen alle Leut' zu Recht:
„Ja, dieser Sommer war nicht schlecht!"


 

Das süße Gift Sponsoring ...

Auszug NRZ vom 18. 04. 09 (Jens Dirksen):
"... das Problem des Kultur-Sponsorings liegt nicht so sehr in der drohenden Einmischung von Sponsoren, sondern in der grundsätzlichen Abhängigkeit, die für Kultureinrichtungen aus dem Sponsoring entsteht. Das süße Gift des spendierten Geldes wirkt nämlich nicht so sehr, solange es fließt - sondern vor allem dann, wenn es von einem Tag auf den anderen entzogen wird.

In den kommenden Monaten könnte ... sichtbar werden, wo Kultureinrichtungen sponsoringsüchtig geworden sind - wir dürfen uns darauf gefasst machen, dass es weniger spektakuläre Sonderausstellungen in den Museen gibt, weniger aufsehenerregende Konzerte, ... Festivals und ein bisschen weniger Kulturhauptstadt-Programm.

... Das großzügige Einspringen von Sponsoren hat es allerorten allzu leicht gemacht, die öffentliche Hand, die Kommunen ... aus der Pflicht zu entlassen, Kultur zu finanzieren.
Wenn es stimmt, dass Kultur kein Luxus, sondern ein Lebensmittel ist, dann bleibt es unabdingbar eine staatliche Aufgabe, genügend Geld für die kulturelle Grundversorgung bereitzustellen.
Und es ist auch Sinn und Zweck der Politik, das zu organisieren.

 

Kulturpaket II?

NRZ vom 07. 04. 09:
"Gelder aus dem Konjunkturpaket II können nach Angaben von Kultur-Staatssekretär Hans Heinrich Grosse-Brockhoff auch für Investitionen im Kulturbereich genutzt werden. In einem Schreiben an die NRW-Kulturdezernenten heißt es:
'In Zeiten der Wirtschaftskrise halten viele Kunst und Kultur für einen Luxus. Wir teilen diese Einschätzung nicht'."

Anmerkung: Wir auch nicht ... ! Ingrid Hassmann

 
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