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Bericht von der Veranstaltung des Niederrhein-Appell

Am 30. April 2010 fand in der Stadthalle Kamp-Lintfort eine gut besuchte Podiumsdiskussion statt. Veranstaltet vom Aktionsbündnis Niederrhein-Appell trafen sich hochrangige Vertreter der NRW-Politik und des Naturschutzes, um gemeinsam mit dem Publikum über den Kiesabbau zu diskutieren. Mehr...

 

Wie viel Kiesabbau verträgt der Niederrhein?

Natur- und Kulturlandschaft im Spannungsfeld zum Profitdenken

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20. April 2010 - Im September letzten Jahres luden die Unterzeichner anlässlich des ersten Jahrestages des Niederrhein-Appells zu einer gut besuchten Podiumsdiskussion nach Kamp-Lintfort ein. Mittlerweile hat sich wieder einiges getan. Der NABU NRW hat Ende letzten Jahres seine Verbandsklage gegen den geplanten Abbau „Reeser Welle“ im FFH- und Vogelschutzgebiet „Unterer Niederrhein“ eingereicht. Hier steht eine gerichtliche Verhandlung allerdings noch aus.

Bündnis90/Die Grünen haben einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Kiesabgabe in den Landtag eingebracht. Der Gesetzentwurf greift auf Beschlüsse im Regionalrat Düsseldorf, sowie des Kreises Wesel und des Regionalverbandes Ruhr zurück. Im Gegensatz zum Landtag, in dem CDU und FDP heftig gegen eine Reduzierung des Kiesabbaus argumentieren, hat es in den genannten Parlamenten jeweils einstimmige Zustimmung parteiübergreifend zur Einführung eines Kies-Euro gegeben.

Angesichts der Landtagswahl und den nach wie vor bestehenden Plänen, zukünftige Kiesabgrabungen über den LEP zu erleichtern, laden die Unterzeichner des Niederrhein-Appells am 30. April 2010 erneut zu einer Podiumsdiskussion in die Stadthalle nach Kamp-Lintfort ein. Vertreter aus Wirtschaft und Politik diskutieren dort mit Vertretern der Naturschutzverbände und der Kiesinitiativen darüber: „Wie viel Kiesabbau verträgt der Niederrhein?“ Mehr dazu.

Als Basis für die Podiumsdiskussion dienen dabei die an die im NRW-Landtag vertretenen Parteien verschickten Wahlprüfsteine zum zukünftigen Kiesabbau am Niederrhein. Sobald die ersten Antworten vorliegen werden wir diese hier veröffentlichen. Vielleicht für den ein oder anderen noch ein ganz interessanter Hinweis dafür, wo man am 9. Mai sein Kreuzchen setzen möchte.

 

NRW darf nicht länger Schlusslicht im Umweltschutz sein - Grüne fordern: Ein Klimaschutzgesetz muss her!

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Die schwarz-gelbe Landesregierung in NRW tritt den Klimaschutz mit Füßen. Unter Ministerpräsident Rüttgers wurden jegliche Klimaschutzvorgaben aus dem Landesentwicklungsgesetz vor allem deshalb gestrichen, damit der inzwischen gerichtlich gestoppte Bau des Kohlekraftwerks Datteln weitergeführt werden kann.

 

"Es ist ein Skandal, dass durch die willkürliche Änderung von Gesetzen versucht wird, klimaschädliche Projekte aus politischen Interessen durchzusetzen", erklärt Holger Mrosek, (Kreisvorstandssprecher der  Grünen). "Deshalb unterstützen wir Grüne im Kreis Wesel das Bündnis der Klima-Allianz und fordern gemeinsam mit den über 90 Mitgliedsorganisationen ein Landes-Klimaschutzgesetz für Nordrhein-Westfalen. Ziel ist, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und erneuerbare Energien zu fördern."

 

In keinem Bundesland entstehen so viele Tonnen Treibhausgas wie in NRW - pro Kopf sind es durchschnittlich sechzehn, der Bundesdurchschnitt liegt bei 10 Tonnen pro Jahr. "Anstatt sinnvolle Maßnahmen zu entwickeln, setzt die Landesregierung auf den Bau von neuen Kohlekraftwerken, in den nächsten Jahren sind elf Neubauten geplant. Wir sagen: Bei einem konsequenten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung in Nordrhein-Westfalen brauchen wir keine neuen Kohlekraftwerke. Selbst modernste Kohlekraftwerke setzen bei der Produktion von einer Kilowattstunde Strom aus Braunkohle etwa 950 Gramm CO2 frei. NRW darf nicht länger das energiepolitische Schlussschlicht bleiben - ein Klimaschutzgesetz mit Maßnahmen gegen umweltschädliche Energieträger muss her! Dafür sammeln wir ab sofort Unterschriften auf der Straße und online."

 

Weitere Informationen finden Sie unter: http://tiny.cc/GruenNRWKlimaschutzgesetz und www.die-klima-allianz.de

 
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