Am heutigen Tag hat das Bundesverwaltungsgericht das Urteil des OVG Münster bestätigt, das am 3.9.2009 den Bebauungsplan für unwirksam erklärte, der die planerische Grundlage für den Bau des E.ON-Kraftwerks in Datteln darstellte.
Dazu eine gemeinsame Presseerklärung von Rainer Priggen MdL und Oliver Krischer MdB:
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW
PRESSEMITTEILUNG
61/10 Düsseldorf, 16. März 2010
Entscheidung zum E.on-Kraftwerk in Datteln
Grüne fordern die sofortige Beendigung des Projekts
Anlässlich der heute von Bundesverwaltungsgericht nicht zugelassenen Revision gegen das Urteils des Oberverwaltungsgerichts Münster zum E.on-Kraftwerk in Datteln, erklären Reiner Priggen MdL, energiepolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion NRW und Oliver Krischer MdB, Energieexperte aus NRW:
„Die heutige Entscheidung ist eine erneute Niederlage für E.on und die schwarz-gelbe Landesregierung und ein Erfolg für den Klimaschutz und eine nachhaltige Energieversorgung. Das Urteil des OVG Münster, das die Baugenehmigung des Kohlekraftwerks von E.on unter anderem aus Gründen des Klimaschutzes für nichtig erklärt hatte, ist damit rechtskräftig. Die zuständige Bezirksregierung Münster muss nun umgehend einen vollständigen Baustopp verfügen.
Vor allem aber wäre der E.on-Konzern - und auch die Landesregierung - nun gut beraten, dieses Projekt sofort zu beenden, statt weiterhin mit allen möglichen Mitteln bis hin zu Gesetzesänderungen den Schwarzbau in Datteln nachträglich zu legalisieren. Das schadet dem Industriestandort NRW.
NRW braucht auch von E.on Milliarden-Investitionen in eine nachhaltige Energieversorgung in Form von dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung und Erneuerbaren Energien, anstelle von ineffizienten Kohlekraftwerken, die über 50 Prozent der Energie nutzlos an die Umgebung abgeben."
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